Marillenstrudel

Heiß, aromatisch, von knusprig-buttriger Hülle umgeben– besser können Marillen/Aprikosen kaum schmecken. Der Marillenstrudel schmeckt zum Kaffee oder wird zum krönenden Abschluss eines österreichischen Genießer-Menüs. Ein Klecks Schlagobers/Schlagsahne oder Vanilleeis dazu – so lockte meine Oma die ganze Familie an ihren Tisch!

 


Zutaten für 2 kleine Strudel (4 bis 6 Personen)


Strudelteig

180 g Mehl
9 EL warmes Wasser
3 El Öl, geschmacksneutral

Später: 100 g    Butter zum Bestreichen des Teiges

Mehl, Wasser und Öl von Hand oder in der Küchenmaschine gründlich verkneten, der Teig ist anfangs klebrig und dann sehr elastisch. Er muss sehr gründlich geknetet werden, damit er sich später schön ziehen lässt.
Überprüfen Sie so: Sie nehmen den Teig in die Hand, holen kräftig aus und schlagen ihn auf ein Brett. Formt der Teig dann eine schöne „Zunge“, d. h. formt er sich länglich, klebt nicht am Brett und hebt sich vorne am Zungenspitzerl schön vom Brett ab, sind Sie mit dem Kneten fertig.


Nun darf der Teig nicht austrocknen: Wir legen ihn, geteilt in 2 glatte Kugeln, auf einen großen Teller und pinseln diese sparsam mit Öl ein. Dann bedampfen wir eine Schüssel , die sich als Deckel eignet (heißes Wasser einfüllen und wieder ausgießen oder über einen Wasserkocher halten) und stülpen ihn über die Teigkugeln. So rastet der Teig etwa eine halbe Stunde – Zeit für die Fülle!

Füllung:

1 kg Marillen/Aprikosen, nicht zu hart, aber auch nicht zu weich
60 g Mandeln gehobelt
100 g Bisquitwürfel (Reste oder Löffelbisquit zerkleinert)
120 g Zucker
1 Pck Bourbon-Vanillezucker
8 El  Marillenbrand
Zitronenschale, Orangenschale abgerieben
½ Tl Zimt gemahlen

Mandeln nach Belieben in der Pfanne vorsichtig trocken rösten.
Marillen waschen, entsteinen, in Würfel schneiden, mit Marillenbrand beträufeln.
Zucker und Zimt mischen.
Alle Zutaten vorsichtig  mit den Marillen mischen, abschmecken.

 

Strudel fertig stellen:

Butter schmelzen
Backrohr auf 200 bis 220° C vorheizen, Blech oder Reine bereit stellen und mit Butter bepinseln.
Ein Geschirrtuch mit Mehl einstauben.
Eine Teigkugel auflegen und in alle Richtungen auswellen, dabei immer wieder wenden und kontrollieren, dass der Teig nicht am Tuch klebt.
Nun den Teig vorsichtig über die Handrücken ausziehen, bis er fast durchsichtig ist. Dicke Ränder abschneiden. Der Teig sollte ein Rechteck bilden, man kann sich gut am Geschirrtuchformat orientieren.
Den ganzen Teig mit Butter vorsichtig einpinseln (tupfen, damit keine Löcher entstehen), die Hälfte der Fülle als 10 cm breiten Streifen auf der Teiglänge verteilen, die Enden der kurzen Seiten leicht umschlagen und den Strudelteig nun durch Anheben des Tuches aufrollen.
Den Strudel so auf dem Blech ablegen, dass die offene Seite auf dem Blech liegt.
Den zweiten Strudel ebenso herstellen und daneben legen.
Strudel noch einmal mit Butter einpinseln und auf mittlerer Schiene 25  bis 30 Minuten backen. Ist noch Butter übrig, nach der halben Garzeit noch einmal über die Strudel pinseln.
Fertigen Strudel vorsichtig in Stücke schneiden, mit Staubzucker/Puderzucker
bestreuen und mit Vanilleeis oder Schlagobers servieren.

 

Tipps:

Auch wenn der Alkohol beim Backen weitgehend zerfällt, ist dieser Strudel nicht ganz alkoholfrei. Gegebenenfalls den Marillenbrand weglassen. Dann die Marillen mit wenig Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden.
Das Rezept ist gedacht für erntefrische Marillen aus Österreich. Ungarische und französische Marillen verhalten sich ähnlich. Türkische Honigaprikosen haben ein nicht so säuerliches Aroma, dann bitte gedörrte Marillen sehr fein würfeln, in 2 El Marillenbrand einlegen und untermischen. Nicht so weiche Früchte müssen kleiner geschnitten werden, damit sie in der angegebenen Backzeit weich werden.
Der Strudel kann heiß, lauwarm oder kalt  serviert werden.
Wer mag, kann den Strudel am Schluss dick mit Staubzucker bestäuben und 2 bis 4 Minuten unterm Grill karamellisieren.

 

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Barbara Cojaniz




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