Maroni, edel und köstlich

Maroni, edel und köstlich

Die Edelkastanie, auch Maroni genannt, ist mit ihrer glatten und glänzenden Oberfläche nicht nur ein optischer Leckerbissen. Pünktlich zu den ersten herbstlichen Nebelschwaden ist sie alle Jahre wieder erhältlich und von keinem herbstlichen Jahrmarktstreiben oder Christkindlmarkt der Steiermark wegzudenken.

 

Kein Winter ohne Maroni


Ein Stadtbummel durch Graz, Hauptstadt der Steiermark, im Herbst und Winter – kaum vorstellbar ohne den köstlichen Duft, der von den Ständen der Maroni-Brater ausgeht. Und kaum jemand, der den frisch gerösteten Köstlichkeiten widerstehen kann. Blickt man durch die Menge der Stadtbummler, hat kaum jemand kein braunes Stanitzel gefüllt mit heißen Edelkastanien in der Hand. 


 

Maroni - Weitgereiste Edelfrucht 


Bereits in der Antike war die Edelkastanie aufgrund ihres Holzes und nicht zuletzt ihrer nussähnlichen Früchte wegen beliebt. Sie breitete sich nach und nach im gesamten südeuropäischen Raum bis an die Grenze der Alpen und südlich der Donau aus. Auch in der südöstlichen Steiermark ist die Maroni somit heimisch geworden. Immer genoss die Edelkastanie hohes Ansehen, sie wurde sogar von Dichtern und Philosophen gewürdigt. Dies lag zum einen an ihrer schönen, sinnlichen Form und zum anderen an ihrem Status als wertvolles und schmackhaftes Nahrungsmittel.

  Ein Stadtbummel durch Graz, Hauptstadt der Steiermark, im Herbst und Winter – kaum vorstellbar ohne den köstlichen Duft, der von den Ständen der Maroni-Brater ausgeht.

In kargen Gebieten, in welchen der Anbau von Getreide schwierig oder unmöglich war, galt die Maroni als besonders essentiell. Als Maroni bezeichnet man, übrigens nicht nur in der Steiermark, grundsätzlich großgewachsene und besonders makellose Edelkastanien. Eine solche erkennen Sie am Markt dadurch, dass sie glatt und matt glänzend ist, sich nicht eindrücken lässt und auf keinen Fall hohl klingt. Entdecken Sie kleine schwarze Flecken oder einen weißlichen Schleier: Finger weg! 



Das wertvolles Innenleben
 der Maroni

Esskastanien sind enorm gesund. Sie enthalten viel Magnesium und Phosphor, zudem sind sie reich an Vitaminen. Als gesunde Alternative zu Chips und Co. eignen sie sich auch hervorragend als abendliche Knabberei vor dem Fernseher, ohne die Figur anzugreifen. Trotzdem sollten die leckeren Kastanien – wie jedes Lebensmittel - in Maßen genossen werden. 




Unendliche Möglichkeiten


Maroni haben den Vorteil, dass sie zu unendlich vielen kulinarischen Kreationen verarbeitet werden können.  

Maroni haben den Vorteil, dass sie zu unendlich vielen kulinarischen Kreationen verarbeitet werden können. Eines vorweg: Rohe Edelkastanien sind ungenießbar, sie müssen stets gekocht oder geröstet werden, bis sie weich sind. Das dauert im Schnitt 30 Minuten im Backrohr. Die Maroni zuvor kreuzweise einschneiden, so lassen sie sich danach leichter schälen. Geröstete Maroni schmecken vor allem zu jungem Wein, passende Tipps dazu finden Sie im Onlineshop. Das „Törggelen“ wird nicht nur in Südtirol zelebriert, auch immer mehr Gemeinden in der Steiermark frönen diesem kulinarischen Herbst-Highlight.

 

Möchten Sie die Kastanien weiterverarbeiten, kochen Sie die geschälten Früchte am besten für wenige Minuten in Wasser, danach lassen Sie sich gut mit der Erdäpfelpresse pürieren. Auch in der süßen Küche der Steiermark werden die Edelkastanien sehr geschätzt. Das aus den gekochten Maronen gewonnene Püree verfeinert Desserts, Eis und Mehlspeisen. Doch auch pur genossen mit ein wenig Zucker, frischem Obst und Schlagobers ist das Maroni-Püree ein Gedicht. Auch dazu passt ein guter Tropfen – am besten gleich im Shop umsehen!

In der pikant herzhaften Küche der Steiermark werden die Edelkastanien auch gerne als schmackhafte Beigabe zum herbstlichen „Gansl“-Genuss, oder als cremige Suppe zu Beginn des Mahls gereicht.


Mein Tipp - Steirischer Schilcher



 

 

Barbara Cojaniz



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