Kletzen, die Spezialität zum Verlieben

Kletzen, die Spezialität zum Verlieben

Ziehen Herbst und Winter ins Land, wird in den Küchen der Steiermark fleißig gewerkelt und es duftet herrlich nach Früchtebrot. Die reiche Ernte wird verarbeitet, unter anderem die leckeren Früchte der unzähligen Birnbäume, welche sich zu Tausenden in der Steiermark versammeln. Eine landestypische Spezialität ist das Kletzenbrot, auch Hutzelbrot genannt und hochsprachlich Früchtebrot, welches seinen klingenden Namen den Kletzen, auch Hutzen oder einfach den Dörrbirnen verdankt.

Wie die Birne zur Kletze wird

Das in der Steiermark so beliebte Kletzenbrot hat seine Bezeichnung bereits seit dem Mittelalter. Aus dem mittelhochdeutschen Wort "klözen" bildeten sich schließlich die Kletzen heraus. Um die Birnen durch Lufttrocknung zu konservieren, wurden sie in zwei Hälften gespalten, also "geklözt". Nach dem Brotbakcen wurden sie in den noch warmen Steinofen geschoben. Auch Hutze, welche sich im Hutzelbrot wiederfindet, ist Synonym für die Dörrbirne. Mit Hutze meint man einfach eine verrunzelte, verdorrte Birne. Heute werden die Birnen ungeteilt und unverletzt bis in Kernhaus  hinein getrocknet. Dafür haben steirische Bauern eigene Dörrstraßen konstruiert. So wurde die Kletze noch haltbarer und weniger anfällig für Schimmel und ähnliches. Aber ob Sie die Dörrbirne nun Hutze oder Kletze nennen – die süße Trockenfrucht hat es in sich: Der Genuss von Kletzenbrot macht lange satt und es enthält wertvolle Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Auf Grund der natürlich konzentrierten Süße der Zutaten enthält das Kletzenbrot keinen eigens zugesetzten Zucker und ist somit sogar für viele Diabetiker geeignet.

 

Das Hutzelbrot : Früchtebrot mit Tradition

Das Hutzelbrot : Früchtebrot mit Tradition

 

Nach alter Tradition wird das Kletzenbrot in der Steiermark rund um den Andreastag Ende November gebacken. Diesem Brauch zugrunde liegt ein altes heidnisches Fruchtbarkeitsritual, im Zuge dessen junge verkleidete Männer Leckereien, darunter eben Kletzenbrot erbettelten. Darum betteln muss heute niemand mehr, aber die Darreichung des Früchtebrots in der Adventszeit ist bis heute geblieben. In der Steiermark wird das Kletzenbrot traditionsgemäß am Nikolaustag angeschnitten und verkostet. Besucher in der Adventzeit verbringen oft ein gemütliches Stünderl am Küchentisch mit Kletzenbrot und frischer Butter. Bei guter Lagerung begleitet es alle Naschkatzen bis zu den Hauptfeiertagen und noch länger. Kletzenbrot lässt sich auch hervorragend auf Vorrat zubereiten und einfrieren. In ganz leicht befeuchtetes Leinentuch eingeschlagen hält es sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Gehaltvolles Früchtebrot

Für das leckere Früchtebrot, Kletzenbrot bzw. Hutzelbrot werden die Dörrbirnen, welche Sie unter dem Suchbegriff "Steirische Kletzen" im Onlineshop finden, gemeinsam mit anderen getrockneten Früchten, allen voran Feigen, Dörrzwetschgen und Rosinen klein gehackt und mit ein wenig Wasser und Rum eingeweicht. Mit Haselnüssen, Mandeln oder Walnüssen werden die Kletzen schließlich in einen dunklen Brotteig eingeknetet und gebacken. Oft werden noch Gewürze wie eine Prise Zimt, Nelkenpulver, Piment oder Pfeffer beigemengt – fertig ist das Kletzenbrot, das im Advent auf keinen Fall fehlen darf. In manchen Gegenden der Steiermark kann man in den Rezepten für Kletzenbrot auch die Zugabe von gedörrten Marillen finden. Da das Herstellen der Dörrbirnen sehr zeitaufwendig ist, können Sie die Kletzen bequem direkt hier im Onlineshop bestellen und schon bald Ihr eigenes duftendes Kletzenbrot backen. Durch den Entzug des Wassers werden Geschmack und Inhaltsstoffe der wertvollen Frucht intensiviert. Kletzen sind auch beliebte Zutat von Lebkuchen, Makronen und anderen weihnachtlichen Spezialitäten. Die Kletze passt aber auch ins tägliche Müsli und kann Sie so das ganze Jahr über gesundheitlich unterstützen.
Wir Oststeirer schneiden die Kletzen außerdem in hauchfeine Scheiben und genießen sie zum hausgeräucherten Rohschinken.

 

Stimmungsvoller Genuss mit Kletzenbrot

Frisches Früchtebrot schmeckt am besten, wenn die Rinde zart knusprig und das fruchtige Innere weich und saftig ist. An den vorweihnachtlichen Frühstückstischen der Steiermark wird das Kletzenbrot gerne mit frischer Butter zum morgendlichen Kaffee genossen, aber auch am Nachmittag zum Tee passt es hervorragend. Gerne wird es auch zwischendurch als Snack verzehrt. Auch als süße Nudelfüllung in Form der Kletzennudeln ist die Trockenfrucht sehr beliebt. Die Dörrbirne eignet sich auch zum Füllen von Gansl, Ente oder Schweinebraten, als Beigabe zum Müsli oder in Kombination mit Hochprozentigem als köstliche Füllung von selbstgemachten Pralinen. Den hochwertigen Alkohol in Form von Hirschbirnen Edelbrand finden Sie ebenso wie die Dörrbirnen im Onlineshop.

 

Weitere Rezepte mit der steirischen Kletze

Unter "Meine Rezepte" finden Sie außerdem:
Kletzenbrot
Blattsalate mit Ziegenkäse und Birne
Polenta mit Kletztenstückerl

 

 

 

 

Barbara Cojaniz



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