Hollerbusch

Hollerbusch

Sambucus Nigra, Schwarzer Holunder, ist ein in ganz Europa und Teilen Asiens verbreiteter Busch/Baum. Seine Heilkraft ist schon in der Steinzeit bekannt und so ist es nicht verwunderlich, dass sich um diese interessante Pflanze viele Geschichten ranken. Vermutlich geht auch das Märchen der Gebrüder Grimm "Frau Holle" auf den Hollerbusch zurück (Blüten wie Schnee, Beeren wie Pech).

Wahrscheinlich ist der Name Holunder auf die germanische Göttin Holda/Holle zurückzuführen. In der Vorstellung der Menschen bewohnte sie den Baum und beschützte und beschenkte diese. Der Holunder wurde zum weit verbreiteten Hausbaum als Symbol des Schutzes und als Glücksbringer. So hatte man außerdem Grundstoffe der Hausapotheke vor der Türe: rohe Hollerbeeren, frische Rinde und Blätter der Holunders wurden – maßvoll dosiert – als Brech- und Abführmittel benutzt. Die getrockneten Hollerblüten fanden als Tee mit schweißtreibender Wirkung Verwendung.
Rinde, Blätter und Beerensaft waren gebräuchliche Färbemittel für Stoffe und Haare.


Wahrscheinlich ist der Name Holunder auf die germanische Göttin Holda/Holle zurückzuführen.   Gekocht verlieren die Hollerbeeren ihre abführende Wirkung. Was bleibt sind geschmackvolle Beeren für Mus, Marmelade, Sirup, Edelbrand und Säfte, wie wir sie auch heute gerne genießen.
Die Hollerblüten werden ebenfalls zu aromatischem Sirup oder Hollersekt verarbeitet sowie zu Hollerkücherl ausgebacken.
Ätherische Öle, besonders hoher Vitamingehalt (C, B), Fruchtsäuren, Antioxidantien und Radikalfänger machen die Früchte des Hollerbuschs zu einem wichtigen Beitrag zur Gesundheit, der außerdem noch köstlich schmeckt.

Neben den wild wachsenden Holundersträuchern und den Gartenpflanzen wird der Holunder auch kultiviert. Die Sträucher werden baumartig gezogen mit einem kräftigen Mittelstamm und stark gebogenen Ästen. Auf diese Weise tragen die Büsche besonders viele Blüten bzw. Beeren. Stärkstes Anbaugebiet Österreichs ist die Oststeiermark, wo der gesundheitlich und kulinarisch hoch interessante Beerenstrauch  in langer Tradition angebaut und gepflegt wird.

 

 

Barbara Cojaniz



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